Da wir eine längere Anfahrt haben und so nur ein halber Tag zur Verfügung steht, geht’s mit dem Wagen bis zum Parkplatz zum hochgelegenen Alpengasthof (der sich auch gerade erst auf die Saison vorbereitet). Der Aufstieg bei noch schönem aber windigem Wetter führt im weiten Bogen auf den gratartigen Gipfel. Zuerst durch lichtes Wald- und Wiesengelände, später ist’s nur noch ein grasiger, felsig durchsetzter Hang. Der Weg ist klar und überall gut zu gehen. Erst wenn man den ersten Sattel erreicht hat, sieht man den grandiosen Steilabfall der Kanisfluh zur Nordseite. Vom Westanstieg her hat der Berg wieder eher den schottischen Highlandcharakter. Auf halber Höhe zum Gipfel tummeln sich eine Menge Steinböcke — und wahrscheinlich nicht nur heute. Bis zum Gipfelkreuz ist es dann einfach nur geradeaus bergauf. Mäßig steil und gut zu gehen. Der Gipfel erstaunlich schmal, eher ein ost-west verlaufender Grat. Herrliche Aussicht. Aber das Wetter baut einen Gewitterturm auf — also schnell wieder runter. Der Regen hat uns dann doch noch erwischt, aber mit der richtigen Ausrüstung ist das kein Problem. Eineinhalb bis zwei Stunden braucht man vom Alpengasthof schon für den Aufstieg, für den Abstieg etwas weniger.

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